Türkiye Cumhuriyeti

Düsseldorf Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Gençlik Köprüsü Türkiye-Almanya'nın Düsseldorf'taki Kuzey Ren Vestfalya Aile, Çocuk, Gençlik, Kültür ve Spor Bakanlığı binasına taşınması münasebetiyle 17 Aralık 2014 tarihinde gerçekleştirilen açılış etkinliğinde yapılan konuşma, 18.12.2014

Sehr geehrte Frau Ministerin (für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen) Ute Schäfer,

Sehr geehrte Generalkonsulin des Türkischen Konsulats in Essen, Frau Şule Özkaya,

Sehr geehrter Vorsitzender der Mercator-Stiftung, Herr Michael Schwarz,

Sehr geehrtes Gremium der Mercator-Stiftung,

Sehr geehrte Frau Direktorin der deutsch-türkischen Jugendbrücke Dr. Catharina Dufft,

Sehr geehrter stellvertretender Generalkonsul des Türkischen Generalkonsulats in Essen, Herr Ahmet Davaz,

Sehr geehrter Botschaftsrat der Türkischen Botschaft in Berlin, Herr Mert Özmert,

Sehr geehrte Pressemitglieder, Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir sind hier zusammengekommen, um die neuen Räumlichkeiten der deutsch-türkischen Jugendbrücke in Düsseldorf zu eröffnen, welche dazu dienen soll, den Schüler-und Jugendaustausch zwischen der Türkei und Deutschland zu intensivieren. Ich bin glücklich mit Ihnen gemeinsam an dieser Veranstaltung teilzunehmen, an der, neben einer großen Anzahl von sehr wertvollen Persönlichkeiten auch Jugendliche beteiligt sind, die die Programme der Jugendbrücke in Anspruch nehmen. Ich begrüße Sie alle ganz herzlich.

Zu Beginn meiner Rede möchte ich, allen Teilnehmern die besten Wünsche des Ministers der Türkischen Republik für Jugend und Sport, Herrn Akif Cağatay Kılıç übermitteln, der jederzeit die Idee der intensiven Jugend-Austauschprogramme zwischen der Türkei und Deutschland unterstützt hat.

Außerdem möchte ich allen Teilnehmern dieser Veranstaltung die Grüße des Herrn Botschafters der Türkischen Republik in Berlin, Herrn Hüseyin Avni Karslıoğlu übermitteln, der auf jeder Ebene und bei jeder Gelegenheit die Gründung einer Jugendbrücke zwischen der Türkei und Deutschland zur Sprache gebracht hat.

Meine Damen und Herren,

In meinem Land wird jedes Jahr am 19. (neunzehnte) Mai das Jugend-und Sportfest gefeiert. Die Türkei ist eines der wenigen Länder, welches einen offiziellen Festtag für Jugendliche hat. Der Gründer der Türkischen Republik Mustafa Kemal Atatürk hat diesen Tag den Jugendlichen gewidmet und somit die Bedeutung der Jugendlichen für die Zukunft seines Landes zum Ausdruck gebracht. Daher sind Projekte, die auf die Jugend gerichtet sind, für uns sehr wichtig.

Die Jugend sorgt für die Dynamik der Gesellschaft. Das Wissen, die Bildung und die Erfahrungswerte der Jugendlichen spielen für die Zukunft unserer Welt eine bedeutende Rolle. Es ist daher sehr wichtig, ihre Fähigkeiten optimal zu fördern und ihre Energie auf richtige Ziele zu fokussieren.

Sehr geehrte Teilnehmer,Zwischen der Türkei und Deutschland besteht eine starke Bindung. Die Beziehung beider Staaten wird auf der Ebene des strategischen Dialogs geführt. Die wichtigste Komponente macht die menschliche Beziehung zwischen der Türkei und Deutschland aus. Heute leben in Deutschland mehr als 3 Millionen Türkischstämmige Menschen. Ferner besuchen jährlich etwa 5 Millionen Deutsche die Türkei und mehr als 60.000 Deutsche leben in unserem Land.

Von den etwa 2 Millionen Studenten, die eine Hochschule besuchen, sind 250.000 (zweihundert fünfzig tausend) Migranten, wiederum 10% Prozent dieser Migranten, also in etwa 25.000 (fünfundzwanzig tausend) sind türkische Staatsangehörige. Die Anzahl der türkischstämmigen Studenten an nordrhein-westfälischen Universitäten beträgt 10.000. Diese Zahl beinhaltet nicht die deutschen Staatsbürger türkischer Herkunft. Ich denke auf internationaler Ebene gibt es keine weitere Länderbeziehung wie die der Türkei und Deutschland, wo der Faktor Mensch dermaßen im Mittelpunkt steht.

Sehr geehrte Teilnehmer,

Die Förderung der Austauschmöglichkeiten zwischen Jugendlichen und Schülern der Türkei und Deutschland bedeutet gleichzeitig, die Menschen beider Länder einander noch näher zu bringen und ihre Beziehungen zu stärken. Daher möchte ich an dieser Stelle deutlich unterstreichen, dass wir die Jugendbrücke zwischen beiden Ländern und jegliche damit verbundenen Bemühungen auf Förderung des gegenseitigen Verständnisses der Jugendlichen, welche die dynamischste Komponente der Gesellschaft bilden, sehr schätzen und den Austauschprojekten großen Wert beimessen.

Ich denke, es erübrigt sich, auf die Vorteile hinzuweisen, die Jugendliche daraus erzielen können, wenn sie das Land und die Kultur des anderen kennenlernen.
Diese Art von Programmen können dazu verhelfen, Vorurteile und falsches Wissen abzubauen. Statistiken hinsichtlich Schülern, die durch Schüler-Austauschprogramme in andere Länder gereist sind, zeigen, dass die bei diesen Besuchen erzielten Eindrücke, Erfahrungswerte, und geschlossenen Freundschaften, bis ins Erwach(K)senenalter Einfluss auf die Denkweise und das Verhalten von Menschen nehmen. Wenn die Menschen dieser beiden Länder später einmal entscheidungserhebliche Ämter bekleiden, werden sie aufgrund ihres aus erster Hand erzielten Wissens über das andere Land, in der Lage sein, noch bessere Entscheidungen zu treffen.

Durch die Programme der deutsch-türkischen Jugendbrücke werden die jungen Menschen unseres Landes die Möglichkeit erlangen, über die Kraft der Kunst, der Musik, des Sports und vor allen Dingen der Freundschaft, ihr Wissen und ihr Horizont zu erweitern. Ich denke, dass wir bei der, kürzlich in Düsseldorf verwirklichten Beiratssitzung hinsichtlich dieser wichtigen Schritte bereits nützliche Grundsteine gelegt haben. Ich glaube daran, dass unter dem Vorsitz des Präsidents der Jugendbrücke, Herr Botschafter Scharioth und der Leitung der Direktorin, Frau Dr. Catharina Dufft, Schritte eingeleitet werden, die für die Jugendlichen beider Länder von großem Nutzen sein werden.

Ich möchte unterstreichen, dass wir als die türkische Seite dieses Anliegens, von der wir glauben, dass es vorteilhafte Auswirkungen auf beide Länder haben wird, zur Zusammenarbeit und Unterstützung bereit sind. Der deutsch-türkischen Jugendbrücke, die ihre Tätigkeit zukünftig in ihren Büroräumen in Düsseldorf fortsetzen wird, wünsche ich viel Erfolg.

Ich bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit.