Türkiye Cumhuriyeti

Düsseldorf Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Soma'da hayatını kaybeden mademcilerimizi anma temalı Düsseldorf Başkonsolosluğumuzun 3. bisiklet turu kapsamında yapılan konuşma, 19.05.2014

Verehrte Teilnehmer,

Die 3. Radtour des Türkischen Generalkonsulats Düsseldorf wird in diesem Jahr angesichts eines Vorfalls in der Türkei in veränderter Form stattfinden.

Das Grubenunglück am 13. Mai 2014 im Kreis Soma der Provinz Manisa, bei dem zahlreiche Bergleute ihr Leben verloren haben, hat uns zutiefst getroffen. In Anbetracht der hohen Anzahl der verunglückten Bergleute ist es das schlimmste Grubenunglück unserer Geschichte.

Diese traurige Entwicklung hat uns zutiefst berührt, so dass wir unseren Atem angehalten und auf Nachrichten von der Region gewartet haben. In diesen Tagen, in denen unsere Nation trauert, haben wir Schwierigkeit zu schlafen- bzw. unserer täglichen Beschäftigung nachzugehen. Diese Veranstaltung, zu der wir uns mit unserer Freunden hier versammelt haben, wird vielleicht unser Leid nicht mindern. Es wird uns jedoch dazu verhelfen, die Solidarität mit unseren Bergleuten in der Türkei zu zeigen.

Die unter schwersten Umständen, mit Schweiß verrichtete Arbeit untertage ist heilig. Ich möchte des Kampfs der Bergleute um ihr tägliches Brot mit Hochachtung gedenken. Wir wissen alle, die Bergleute haben geschwärzte Gesichter aber ihre Herzen sind spiegelblank. Somit liegt es nunmehr in unserer Verantwortung, ihre zurückgebliebenen Familien und Waisen zu unterstützen.

 

Verehrte Teilnehmer,

Wir wissen, dass Nordrhein-Westfalen eine jahrelange Bergmannstradition hat. In unserer Region haben viele Menschen ihren Lebensunterhalt in den Bergwerken verdient. Von daher wissen wir, dass die Bergleute dieser Region, ein großes Mitgefühl für ihre verunglückten Kollegen empfinden. Viele der hier lebenden Menschen sind dermaßen traurig, als ob sie ihren eigenen Vater, Ehepartner, Geschwister oder Verwandten verloren hätten. Denn auch ihre Väter, Ehepartner oder Brüder sind Bergmänner.

 

Meine sehr geehrten Teilnehmer,

Aus diesem Anlass möchte ich alle unsere Freunde, die hier unter uns sind, begrüßen. Das Leid wird weniger, wenn es geteilt wird. Die unterstützenden Worte aller Menschen aus NRW, sowohl aus der bürgerlichen als auch der staatlichen Ebene wurden für uns zu einer Quelle der Kraft. Voran die Solidarität der Landtagspräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Frau Carina Gödecke, der Ministerpräsidentien Frau Hannelore Kraft, der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Schulministerin Frau Sylvia Löhrmann und der übrigen Politiker hat unser Herz erwärmt. Ich möchte mich bei allen, die hierhin gekommen sind, um unser Leid zu teilen, ganz herzlich  bedanken. Außerdem war uns die Solidarität der Konsularischen Korps ein großer Trost.

 

Dieser tragische Vorfall hat uns gezeigt, dass wir in Sachen „Sicherheit am Arbeitsplatz“ noch einen weiten Weg zu bewältigen haben. Unser größter Wunsch ist es, dass sich ein solches Herz zerreißendes Leid nicht mehr wiederholt. Wir wünschen, dass für die Sicherheit am Arbeitsplatz das getan wird, was zu machen ist. Wir wollen, dass keine weiteren Angehörige von Bergleuten ohne ihre Ehemänner, ohne ihre Väter, ohne ihre Söhne bleiben müssen.

Alles, was wir nun für unsere verunglückten Bergleute tun können, ist beten. Im Anschluss werden wir das auch gemeinsam tun. Zu Beginn der Radtour haben wir für sie eine Schweigeminute eingelegt. Außerdem können alle Teilnehmer am Ende der Veranstaltung, ihre Gedanken und Gefühle im Kondolenzbuch niederschreiben.

Ich wünsche den Bergleuten, die beim Unglück ihr Leben verloren haben, Gotteserbarmen und möchte ihren Familien mein herzliches Beileid aussprechen.

Ich möchte mich bei allen, die an der Gedenkfeier teilgenommen haben, um ihre Solidarität mit den verunglückten Bergleuten in unserem Land zu bekunden, bedanken.