Türkiye Cumhuriyeti

Düsseldorf Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Merhaba Deutschland isimli Etkinlik, 02.04.2011

























































Sehr geehrte Damen und Herren,


sehr geehrter Herr Minister Schneider,


 


ich fühle mich geehrt, als Kind einer türkischen Migrantenfamilie, an dieser Veranstaltung zum 50. Jahrestag der Migration türkischer Arbeitskräfte in den deutschen Arbeitsmarkt, teilzunehmen und möchte Sie alle herzlich begrüßen.


 


Die zwischen der Türkei und Deutschland bestehenden Freundschaftsbeziehungen haben ihre Wurzeln in der Geschichte. Das ist auch nicht nur ein Klischee. Die Türken haben die Deutschen in der gesamten Geschichte immer als ihre Freunde gesehen und geliebt.


 


Die auf strategische Interessen basierende historische Beziehung zwischen der Türkei und Deutschland hat im Jahre 1961 eine neue Dimension erhalten. Denn dann sind Menschen ins Spiel gekommen. Ahmet hat Hans kennengelernt und Helga die Ayse.


 


Das Zusammentreffen der Menschen beider Staaten hat eine neue Wende in die zwischenstaatlichen Beziehungen gebracht. 


 


Heutzutage hat in der Türkei fast jeder einen Verwandten in Deutschland. Die Türkei ist auf diese Weise nach Deutschland gekommen. Deutschland hat auf diese Weise den, mittlerweile von vielen Menschen als ein deutsches Nationalgericht gedachten, Döner und viele andere Geschmäcker kennengelernt. Heutzutage gibt es so gut wie keinen Deutschen, der noch nie in der Türkei war. All diese Dinge sind eine Bereicherung der kulturellen Vielfalt.


 


Es waren auch die türkischen Arbeitnehmer, die in der Nachkriegszeit mit ihren deutschen Kollegen das deutsche Wirtschaftswunder aufgestellt haben und die Schraubenmuttern von Mercedes, Opel und Volkswagen angezogen haben und so "Made in Germany" geschaffen haben. Eben diese Arbeiter, die einerseits bei dem Wiederaufbau Deutschlands mitgeholfen haben, haben auf der anderen Seite, mit den verdienten D-Marks die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei unterstützt.


 


Die Deutschen haben von ihren türkischen Kollegen gelernt, Risiken aufzunehmen, wenn es drauf ankommt, wohingegen die Türken von ihren deutschen Kollegen Disziplin und Pünktlichkeit gelernt haben. Kurz gesagt, diese Beziehung war für beide Seiten eine Bereicherung.


 


Deutschland ist den Türken und die Türken sind Deutschland vieles schuldig.


 


Bei der Bewertung der 50 jährigen Migration darf diese Tatsache niemals außer Acht gelassen werden.


 


Dieses zu ignorieren und in aussichtslose Integrationsdebatten zu verfallen, bringt niemandem einen Nutzen. Die Menschen derart zu verletzen, dass sie ihre Zugehörigkeit zu diesem Land hinterfragen, wird auch von unseren deutschen Freunden nicht befürwortet. Wir können die Zukunft nicht nach der Herkunft der Menschen festlegen. Deutschland hat nur eine einzige Zukunft und seine Architekten sind Monika, Mehmet, Ivan, Eleni; also Kinder, die welcher Herkunft auch immer, gemeinsam die Schulbank drücken. Es sind unsere Kinder.


 



Es ist die Pflicht eines jeden Menschen - egal welcher Herkunft- die Gesellschaft, in der er lebt mit gegenseitiger Liebe, Respekt und Toleranz noch lebenswerter zu gestalten.




Während wir auf noch viele weitere 50 Jahre vor uns blicken, sollten wir diesen wichtigen 50. Jahrestag richtig deuten können.


 


Ich möchte Sie noch einmal aus ganzem Herzen begrüssen und zum 50. Jahrestag gratulieren.