Türkiye Cumhuriyeti

Düsseldorf Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Türkçe-Almanca Okuma Yarışması, 25.09.2010

 


Sehr verehrte Staatssekretärin Frau Kaykin,


Sehr geehrte Teilnehmer,


Sehr geehrte Pressemitglieder,


Liebe Kinder,


 


 


Ich freue mich sehr, heute an diesem (spannenden) Finale des landesweiten 2. Vorlesewettbewerbs in Deutsch-Türkisch und Deutsch-Italienisch, welches vom Integrationsministerium NRW und vom Türkischen Lehrerverein Nordrhein-Westfalen im Jahre 2008 gestartet wurde, teilnehmen zu können.


 


Zuerst möchte ich die Staatssekretärin Frau Zülfiye Kaykin, Herrn Taner Atabek, Ex-Integrationsbeauftragter Herrn Thomas Kufen, die Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern, die Jurymitglieder und die anderen Teilnehmer, die dazu beigetragen haben dieses Finale zu ermöglichen, herzlich begrüßen.


 


Die Siegerinnen und Sieger der drei Kategorien aus den fünf Regierungsbezirken treten nun zum Finale an. Ich gratuliere allen Siegern. Wir sind sehr stolz auf sie. Sie haben damit gezeigt, dass sie dazu fähig sind, zwei Sprachen gleichzeitig zu lernen und zu praktizieren. Vielleicht ist die Teilnahme am Lesewettbewerb ein kleiner Schritt dazu, bis zum Abitur so viel Selbstvertrauen zu gewinnen, dass danach auch eine akademische Laufbahn möglich ist. Wir haben keinen Zweifel daran und hoffen darauf, dass sie irgendwann in  verschiedenen Arbeitsbereichen ebenso wichtige Posten, wie unsere Staatssekretärin Frau Kaykin, übernehmen werden.


 


Da die Redezeit begrenzt ist, möchte ich mich auf das Thema Bildung beschränken.


 


Um die Probleme der in Deutschland lebenden Türken lösen zu können, ist die Bildung von größter Bedeutung. In Nordrhein-Westfalen gibt es ca. 142.500 türkische Schüler an Grund- und Weiterbildenden Schulen sowie Berufsschulen, sowie ca. 8.500 türkische Studenten an Hochschulen- bzw. Universitäten. Trotz dieser Zahlen ist bei den türkischen Schülern gegenüber den deutschen Schülern eine geringere Absolventenzahl und ein geringerer Erfolg zu beobachten.


 


Ich möchte hier noch erwähnen, dass wir die praktizierten und geplanten Reformen der Landesregierung im Bereich der Erziehung und Bildung für die Beseitigung der negativen Ergebnisse (der PISA-Studien) mit Sorgfalt und Hochachtung beobachten. Eine davon ist die Einführung einer zweiten Fremdsprache, insbesondere in Türkisch und Russisch, als Schulversuch an den Hauptschulen ab dem Schuljahr 2009/2010. Daher geht mein besonderer Dank ans Schulministerium NRW. 


 


Es ist eine Tatsache, dass die hier lebenden türkischen Eltern und Schüler trotz der aufrichtigen Bemühungen der Landesregierung immer noch Erziehungs- und Bildungsprobleme haben. Diese Probleme sind meistens bei  der vorschulischen Erziehung, der Schule, der Sonderschule, dem muttersprachlichen/ Herkunftssprachlichen  Unterricht und Türkisch als Pflichtfremdsprache, dem Erlernen der deutschen Sprache, der Islamischen Unterweisung, der Berufsausbildung und der Beteiligung der Eltern an der Erziehungsphase zu sehen.


 


Als Repräsentant der Türkei in Deutschland möchte ich diesbezüglich zum Ausdruck bringen, dass wir, türkische Familien stets dazu anhalten, Jugendliche, die an den Universitäten nicht studieren können, unbedingt einen Beruf erlernen zu lassen.  


 


Ich bin mir sicher, dass diese Probleme nach unserer gelungenen Zusammenarbeit in den nächsten (5 bis 10) Jahren überwunden bzw. nicht mehr als Problem existieren werden. 


 


Allen Mitwirkenden nochmals einen herzlichen Dank für das Finale und ich wünsche den am Wettbewerb Teilnehmenden für diese letzte Runde viel Glück – und vor allem weiterhin viel Spaß beim Lesen!